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emotions

Moment, der ist, herbeigesehnt
Und da er ist – was soll es, wann ist es endlich vorbei.

Ich sitze hier in meinem Bamberger Zimmer. Kisten mit meinen Büchern, Cds, Klamotten stehen da, die Regale sind kahl. Eine Phase Leben geht zu Ende und die Erinnerungen daran verschwinden in Kisten, Taschen, Tüten. Einiges findet einen Platz in Händen, die es brauchen können – das Fahrrad, der Ventilator, die Weingläser. Auch die Bücher werden hoffentlich kein völlig ungenutztes Dasein fristen müssen. Aber so vieles, das mir wichtig und mit Erinnerungen verbunden ist wird auf dem Dachboden bei meiner Schwester stehen und auf mindestens ein Jahr nicht verwendet, wohl kaum einmal betrachtet werden. Eingepacktes Leben. Eingepackter Abschnitt.
Ich packe mich frei. Gemischte Gefühle begleiten die Tätigkeit. Was habe ich in der Zeit hier erreicht – von dem was ich mir vorgenommen – was ich erhofft hatte... Habe ich mich verändert, weiterentwickelt. Ich packe Dinge ein, die mich an Gefühle erinnern. Geborgenheit, Freundschaft, Einsamkeit. Und während ich packe kommen diese Gefühle hoch, widerstreben einfach weggepackt zu werden, wollen präsent sein in den Gegenständen, die mit ihnen verknüpft sind.
Ein Gespräch gestern – nein, ich hab mich nicht verändert, jedenfalls bestimmten Menschen gegenüber nicht. Ich verdränge und rede mir ein, anders zu sein, anders zu fühlen, aber noch immer weiß ich zu wenig, was ich bin und was ich möchte, was mich belastet und weshalb ich ausgerechnet so (über?)reagiere oder nicht reagiere. Der Plan eines Neuanfangs – sobald ich wieder in Deutschland bin. Ein Neuanfang – wie oft habe ich schon neu angefangen und weitergemacht wie bisher; wie oft mich in Situationen gebracht, in denen ich gezwungen war anders zu sein;und obwohl ich diese Situationen in mein Leben integriert habe und sie zu mir wichtigen Teilaspekten meines Lebens gemacht habe doch-was ich überwinden wollte-nie abgelegt. Infantile Reaktionen... Fehlende Reaktionen.
Der Stapel von Dingen, die ich nicht weglegen will – kann – wächst. Ein Viertel des Zimmers ist mit Dingen vollgestellt, die ich noch nicht loslassen möchte. Bücher, Cds, Kleinkram. Wie viel sich in zwei Jahren ansammelt, wie viel geschieht und wie wenig doch geschieht. Viele Menschen – oberflächliche Kontakte zum Großteil -, ständig auf Achse und unterwegs. Doch an Tagen, an denen es mir nicht gut geht, an denen die Einsamkeit sich einnistet und die Sprachlosigkeit Überhand nimmt weiß ich kaum, wen anschreiben. Und auch wenn ich weiß, wer mir zuhören würde und das ich auch hier Menschen habe, es bleibt wie es war. Ich bleibe sprachlos. Ob es mir gelingen wird, mein guter Freund, dass ich bei einem geplanten Neuanfang diese Sprachbarriere einmal wirklich überwinde?
Fotos zeigen eine eigene Welt – Schlaglichter auf meist schöne Momente. Fotos bleiben, auch wenn Erinnerungen zu verblassen beginnen. Die aufgenommenen Momente werden zur Wirklichkeit der Situation, die damals sicher eine andere war. Fühlte ich mich so, wie es auf dem Bild scheint? War es eine wirklich so harmonische Atmosphäre? In meiner Erinnerung fixiere ich mich darauf und verdränge, was ich weiß, dass ich mich auch da nicht ganz wohl gefühlt habe – während ich mich gesehnt habe nach dem Festhalten des Moment ihn endlich los sein wollte, allein sein wollte. Oder anders, als ich so verkrampft in die Kamera schaute, lustlos und kaputt aussehend und vollkommen übermüdet, war ich einfach nur fertig und krank oder folgte nicht kurz darauf ein Augenblick, in dem ich in meiner Müdigkeit und Trübseeligkeit das Leben festhalten und den Moment auf ewig genießen wollte. Nur Aspekte sind festgehalten, in der Erinnerung bleibt der Aspekt, das Gesamte verblast. Was ich wegpacke ist nicht mehr vor meinen Augen, ich denke nicht mehr so oft an einzelne Situationen. Die Erinnerung verblast, die Fixierung auf den einzelnen Aspekt anstelle des Gesamten nimmt zu.
Morgen wird vieles davon abgeholt und weggepackt. Ich löse mich von Momenten und Gedanken, die ich vorerst einmal nicht mehr vor Augen haben werde. Ich packe mich frei und fühle mich einsam, geborgen, geliebt. Eine Phase geht zu Ende und ich verharre – stark verändert – an einer Stelle.

Moment, der ist, gefürchtet
Und da er ist – lass ihn nie vorüber gehen
3.8.06 23:17


sprache?

Ich kann mit niemanden reden
Ich habe radikale Ideen, nein, ich möchte radikal sein, aber ich traue mich nicht, dank meiner ganzen Neurosen, meiner Unfähigkeit zu denken und in Momenten, in denen ich nicht gerade schreibe, meine Gedanken in Worte zu fassen. Ich möchte mit den Leuten aus den Ausschüssen reden, ich will politishc tätig sein, doch ich bin einfach zu feige. Zu feige eigene Gedanken zu entwickeln.
Zu feige, nicht einfach vor dem PC zu sitzen und meine Zeit zu vergeuden. Ja vergeuden, etwas anderes sind die Stunden in SG und Chats nicht.
Was sind Freunde? Doch in erster Linie Menschen mit denen ich REDEN kann. Aber ich kann nicht reden. Habe ich deswegen auch keine Freunde? Nur Leute, die ich mag und die mich mögen, aber wo sich mangels wirklichem Gedankenaustausch keine Freundschaft entwickeln kann? Ich möchte Freunde, ich möchte reden.
Ich möchte nicht nur fühlen und es nicht in Worte fassen können. Ich will verändern und ich will wirklich schreiben können. Ich will und sehe hierin wieder einen grauenhaften Egoismus, den Egoismus, den ich an anderen so verachte, den ich hasse, denn ich versuche klein zu reden. Und dabei schreibe ich ständig ich ich icH iCH ICH ICHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!
29.5.06 18:02


jaja

Schattengedanken

Umherhastende Schatten
Des nächstens verschwindend
Im übergrau gefärbten Ton des Himmels

Sinnlose Existenzen?
Ist ihnen ein Leben zuteil
Oder doch nur ewiges Leid

Wie auch im Tageslicht die Lebenden
Die Schattenmasken aufgesetzt
Nicht erkennbar
Leidensstark
29.5.06 17:58


bla

Die Zeit
Sie vergeht viel zu schnell
Nimmt die Gedanken
Nimmt die Stimmen
Nimmt sie mit
In unendlich ferne Sphären
Zu vergehen auf ewig
Ohne Reste, ohne Leben
29.5.06 17:58


melancholie

Melancholisch schöne Stunden
Ernsthaft schöne Einsamkeit
Genuss der ewigen Traurigkeit
Schwelgen in der Depression
Und doch nicht krank, nur scheinbar
Für Augen die nicht sehen können
Hilfreich und shcön für mich
29.5.06 17:56


alltag..

es ist komisch... ich stehe auf und sitze vorm pc. kann mich auf so gut wie nichts konzentrieren. minute für minute vergeht, ich spiele spider-solitär, gucke dumm in den fernseher, hole die zeitung hoch, sehe aber nciht hinein. klamotten und bücher, taschen und schuhe stapeln sich in der mitte des zimmers, sessel und schreibtisch liegen voller karteikarten, bücher und zettel, neben mir im bett liegen alte zeitungen, bücher, cds. mittendrin ich. ich kann nicht aufstehen. ich kann nichts wegräumen, ich kann nicht in die küche gehen (ich habe hunger), ich will nicht ins bad (ich sollte meine lippen eincremen, die sind total spröde), ich will nicht einmal aufstehen um das fenster zu öffnen.
später werde ich aufspringen, mich schnell fertig machen, zur sitzung rasen, mir auf dem weg produktive gedanken machen, was ich heute noch tun will, wenn ich wieder daheim bin und werde es ernsthaf vorhaben. während der sitzung werde ich aufmerksam und konzentriert teilnehmen, vielleicht noch ein bierchen trinken gehen und über irgendwas diskutieren. dabei werde ich wirklich bei mir sein, aktiv und mit vielen plänen und vorhaben.
dann werde ich in dieses zimmer zurückkehren, vielleicht kurz lesen (die zeitung) und vielleicht sogar noch kurz ein buch in die hand nehmen. dann aber irgendwann wieder hier auf dem bett landen. zu faul aufzustehen, um mir etwas zu trinken zu holen. zu teilnahmslos die cd zu wechseln. zu motivationslos ans telefon zu gehen, wenn es klingelt. zu allein, um mich überhaupt um etwas zu kümmern.
29.5.06 17:39





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